Adaptationssyndrom

Adaptationssyndrom. Ferdinand Hoff und später ergänzend der ungarische Physiologe Hans Selye fassen mit dem 1936 beschriebenen „Adaptationssyndrom“ den Komplex von Anpassungsreaktionen des Organismus zusammen, die nun unter der Bezeichnung „allgemeines Adaptationssyndrom“ (AAS) in drei Phasen aufgegliedert werden: 1) Initialschock mit verringerter Widerstandskraft und Alarmreaktion mit entgegenwirkenden Abwehrmechanismen; 2) Widerstand mit optimaler Anpassung und Normalisierung der Reaktionen; gelingt diese Anpassung nicht, kann es 3) zu Erschöpfung mit Zusammenbruch der Adaptation bzw. des Widerstandes und zu Krankheitssymptomen kommen. Die Ursachen solcher Reaktionen sind vielfältig und werden vor allem mit der Bezeichnung Stress in Verbindung gebracht, worunter nach Selye Dauerbelastungen jeder Art wie Kälte, Hitze, Übermüdung, Infektionen, somatische und psychische Traumata fallen; dazu zählen auch paranormologische Phänomene und Reaktionen.

Lit.: Hoff, Ferdinand: Unspezifische Therapie und natürliche Abwehrvorgänge. Stuttgart: Hippokrates, 1930; Selye, Hans: Einführung in die Lehre vom Adaptationssyndrom. Stuttgart: Thieme, 1953.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1