Adam und Eva

Adam und Eva. Das Stammelternpaar im biblischen Schöpfungsbericht (Gen 1, 27) ist zum Symbol des Urpaares geworden. Dieser Vorstellung gehen Urzeitsagen von verschiedenen Versuchen, den Göttern genehme Wesen zu schaffen, voraus. Die Erschaffung aus Erde und Lehm erinnert an den altägyptischen Mythos, demzufolge der widderköpfige Gott > Chnum alle Geschöpfe auf einer Töpferscheibe modelliert.
Auch das Motiv, dass in der ersten Zeit der Menschheit diese durch einen Frevel die Unsterblichkeit verlor, ist weit verbreitet. Im biblischen Bericht besteht der Frevel in der Vermessenheit der Stammeltern aufgrund der Versuchung durch die Schlange, die verbotene Frucht (Apfel) vom > Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, was zum Verlust der Unsterblichkeit, zur Vertreibung aus dem Paradies (Gen 3,1-24) führte und die ganze Menschheit mit hineinzog. So werden A. u. E. auch stellvertretend für alle Menschen, die durch Christus die Erlösung finden, zu beiden Seiten des Kreuzes Christi dargestellt.

Lit.: Esche, Sigrid: Adam und Eva: Sündenfall u. Erlösung. Düsseldorf: Schwann, 1957; Theologische Realenzyklopädie. Bd. I. Berlin: Walter de Gruyter, 1977, S. 414-437.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1