Acht Unsterbliche

Acht Unsterbliche. Die chinesische traditionelle Symbolik kennt 8 Unsterbliche, die auf Inseln der Seligen wohnen sollen: Chang-kuo-lao, eine ehemalige Fledermaus, die sich in einen Menschen verwandelte. Er trägt ein hohles Bambusrohr, oft auch eine Phönixfeder und den Pfirsich des langen Lebens. Chung-li-chüan, Alchemist, der Quecksilber und Blei in „gelbes und weißes Silber“ verwandeln konnte, den > „Stein der Weisen“ besaß und durch die Lüfte wandeln konnte. Han-tsiang-tse ließ Blumen schnell wachsen und hat als Attribut die Flöte. Ho-hsien-ku, eine Frau mit einer magischen Lotosblüte. Lants’ai-ho, Androgyn, trägt einen Korb mit Blüten oder Früchten, manchmal auch eine Flöte. Li-t’ieh-kuai trägt eine Krücke wie Saturn in der abendländischen astrologischen Bilderwelt. Sein Körper wurde angeblich irrtümlich eingeäschert und die Seele musste den Leib eines lahmen Bettlers annehmen; sein Attribut ist ein Flaschenkürbis, aus dem eine Fledermaus flattert. Lü-tung-pin trägt ein Dämonen tötendes Schwert. Anstelle einer Bezahlung malte er - so wird erzählt - in einem Gasthaus zwei Kraniche an die Wand, die viele Besucher anzogen, aber wegflogen, als die Schuld dadurch beglichen war. Ts’ao-kuo-chiu, Schutzpatron der Schauspieler, in höfischer Kleidung und meist mit zwei Klanghölzern in der Hand.
Diese „Pahsien“ werden meist auf einer Terrasse dargestellt, wie sie gerade den auf einem Kranich daherfliegenden Shou-hsing, den Gott der Langlebigkeit, begrüßen, und sind ein beliebter Gegenstand der taoistischen Ikonographie.

Lit.: Ehrich, Kurt S.: Shichifukujin: ein Versuch über Genesis und Bedeutung volkstümlicher ostasiatischer Gottheiten = Die sieben Glücksgötter Japans. Recklinghausen: Bongers, 1991; Biedermann, Hans: Knaurs Lexikon der Symbole. Augsburg: Weltbild-Verl., 2000.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1