Acheron

Acheron (griech.). Der Sohn der Sonne und der Erde, versah die > Titanen, welche gegen den > Olymp kämpften, mit Wasser, und wurde daher in einen Fluss, dessen Wasser schlammig war, verwandelt und in die Unterwelt verwiesen. Nach anderen Autoren war A. der auf Kreta geborene Sohn der > Ceres, der das Tageslicht nicht ertragen konnte und deshalb in die Unterwelt ging. Die Seelen der Abgeschiedenen wurden von > Charon über den Fluss Acheron getragen, weshalb „über den Acheron gehen“ zur sprichwörtlichen Bezeichnung für „sterben“ wurde, da die Seelen, die ihn überschreiten, keine Hoffnung auf Wiederkehr haben. A. fand auch Verwendung zur Bezeichnung anderer Flüsse und in zahlreichen literarischen Werken, wie in Virgils Aeneis und in Dantes Divina Commedia.

Lit.: Radermacher, Ludwig: Mythos und Sage bei den Griechen. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchges., 31968.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1