Abwehrmechanismen

Abwehrmechanismen (engl. defense mechanisms). Unbewusste Techniken des Ichs zur Verteidigung gegen Triebansprüche des Es und die daraus entstehenden Konflikte. Anna Freud unterscheidet dabei folgende Mechanismen:
Apathie oder Resignation, Fixierung, Flucht, Identifikation, Intellektualisierung, Introjektion, Isolierung, Konversion, Negation, Phantasie(n)/Realitätsverleugnung, Projektion, Rationalisierung, Reaktionsbildung, Regression, Rückzug oder Sublimierung, Übertreibung
Ungeschehen-Machen, Verdrängung, Verleugnung, Verschiebung, Wendung gegen die eigene Person.
In der Parapsychologie bedient man sich zuweilen der Dynamik solcher Mechanismen zum Verständnis paranormaler Ereignisse, ohne dass damit schon eine Erklärung gegeben wäre. Eine von Abwehrmechanismen getragene Psychodynamik ist nicht schon Auslöser eines parapsychischen Phänomens, denn alle Phänomene, die sich durch Abwehrmechanismen erklären lassen, haben als rein psychische Phänomene zu gelten. So können Abwehrmechanismen das > paranormale Phänomen höchstens fördern oder auch verhindern, wie etwa > Besessenheit, > Psychokinese, > Spuk, > Telepathie usw.

Lit.: Freud, Anna: Das Ich und die Abwehrmechanismen. Wien, 1936.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1