Abwehr

Abwehr. Sträuben des Ichs gegen unerwünschte oder unerträgliche Vorstellungen und Gefühle (Freud 1, 423 - 459). Der Begriff wurde in dieser Bedeutung 1894 von S. Freud (1, 61) in die Psychoanalyse eingeführt, nach 1896 durch „Verdrängung“ ersetzt und 1926 zur allgemeinen Bezeichnung für all jene Techniken wieder aufgenommen, „deren sich das Ich in seinen eventuellen, zur Neurose führenden Konflikten bedient, während Verdrängung der Name einer bestimmten solchen Abwehrmethode bleibt, die uns infolge der Richtung unserer Untersuchungen zuerst besser bekannt geworden ist“ (Freud 14, 196). In der Magie bedeutet Abwehr die Abwendung von Einflüssen böser Geister mittels > Abwehrzauber.

Lit.: Freud, S.: Zur Ätiologie der Hysterie (1896), GW 1, S. 423-459; Freud, S.: Die Abwehrneuropsychosen (1896), GW 1, S. 61; Freud, S.: Hemmungen, Symptom und Angst (1926), GW 14, S. 196.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1