Absence

Absence (fr., Absenz, Abwesenheit). Kurze Vigilanzabsenkung bis Vigilanzausfall aufgrund intensiver Konzentration auf persönliche Gedanken- oder Emotionsgehalte mit festem Blick und nachfolgender klarer Erinnerung. Von diesen Vigilanzeinschränkungen sind die Absencen mit kurzem Bewusstseinsverlust von 15-30 Sekunden, die so genannten > Petit mal-Anfälle mit leichtem Zucken der Gesichtsmuskulatur und leerem Blick sowie nachfolgender Amnesie zu unterscheiden. Diese Petit mal-Anfälle beginnen meist in der Kindheit und bleiben oft bis in das Erwachsenenalter bestehen. Sie sind physiologisch bedingt und können auch nicht durch psychologische Mittel, wie etwa Fremd- oder Selbsthypnose, hervorgerufen werden. Seelische Belastungen können jedoch die Häufigkeit dieser Anfälle steigern.

Lit.: Freud, Sigmund: Über Psychoanalyse. - Frankfurt a. M.: S. Fischer, 51969 (Sigm. Freud Gesammelte Werke; 8), S. 7, 14, 239; Redlich, Fredrick C.; Freedman, Daniel X.: Theorie und Praxis der Psychiatrie X. 1. Aufl. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1970, S. 890.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1