Abrufreize

Abrufreize. Abruf von Gedächtnisinhalten durch Reizung - suggestiv oder durch Versetzen der Person in eine dem ursprünglichen Erlebnis entsprechende Situation. Solche Abrufreize tragen nach E. Tulving am besten dazu bei, dass das ursprüngliche Ereignis, d. h. die ursprüngliche Erfahrung oder der Kontext, in dem das Ereignis bzw. die Erfahrung stattgefunden hat, wiederhergestellt wird. Dies gilt offenbar auch für den inneren Zustand einer Person: Was in einem betrunkenen Zustand erlebt wird, wird auch in einem betrunkenen Zustand am besten wieder erinnert.

Lit.: Tulving, Endel: Cue-dependent forgetting. American Scientist, 1974; Tulving, Endel: The effects of presentations and recall of material in free-recall learning. Journal of Verbal Behavior, 5 (1967), 175-184; Bower, Gordon H.; Hilgard, Ernest R.: Theorien des Lernens. In dt. Sprache hg. u. neu übers. von Urs Aeschbacher. Stuttgart: Klett-Cotta, o. J.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1